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Angriff auf den
Fanladen - gemeint sind wir alle!
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Am Freitag, 17. November, kam es zu
einem in dieser Dimension nicht vorher da gewesenen Angriff auf den
von USP organisierten Marsch und Besucher des Fanladens. Des
Weiteren wurde die Unantastbarkeit der Institution Fanladen massiv
mit Füßen getreten. Um eine genaue Übersicht zum Ablauf des
Abends zu geben, wollen wir nachfolgend das Ganze chronologisch
auflisten um die Tragweite der Vorfälle aufzuzeigen: Um eine Eskalation mit den zahlreich anwesenden und schon vor dem Spiel negativ aufgefallenen Gästefans sowie der Polizei zu vermeiden, blieb Ultrà Sankt Pauli nach dem Spiel noch eine dreiviertel Stunde länger am Stadion. Somit sollte gewährleistet sein, dass die misslungene Taktik der Polizei aus den letzten Wochen nicht erneut dazu führt, dass Heim- und Gästefans auf der Budapester Straße aufeinander treffen und es zu Eskalationen zwischen den verschiedenen Fangruppen kommt. Als sich der Marsch mit großer zeitlicher Verzögerung in Bewegung setzte, waren sämtliche Erfurter schon auf dem Kiez oder in den S- und U-Bahnen bzw. in ihren Bussen. Dies konnte aus verschiedensten Gesprächen der Polizeibeamten untereinander entnommen werden. Nichts desto trotz wurde die Budapester Straße von zwei transportablen Flutlichtmasten erhellt, an beiden Seiten standen Wasserwerfer und von Beginn an wurde die ca. 300 Personen große Gruppe von einem zweireihigen, doppelseitigen Spalier begleitet. An der Kreuzung Detlef-Bremer- und Clemens-Schultz-Straße, direkt vor der Kneipe „Café Miller“, gab es eine Streitigkeit zwischen herumstehenden Personen und einem Autofahrer, welcher wild in die Menge fuhr, immer wieder vor- und zurücksetzte und damit in Kauf nahm, Anwesende zu verletzen. Einer der Herumstehenden soll dort die Seitenscheibe des Wagens eingeschlagen haben - zu diesem Zeitpunkt befand sich die Spitze des Marsches jedoch noch an der Einmündung Budapester Str./ Clemens-Schultz-Str., also etwa 50 Meter vom „Café Miller“ entfernt. An der betreffenden Kreuzung angekommen, entstand kurzzeitig Verwirrung ob eines eventuellen Angriffes von Erfurtern, da die Polizei den Marsch in zwei Teile spaltete und bereits hier die Teilnehmer massiv bedrängte und schlug. Der deeskalierenden Einwirkung eines Fanladenmitarbeiters und verschiedenen USPlern ist es zu verdanken, dass der Marsch sich nicht provozieren ließ und seinen gewohnten Weg durch die Annenstraße fortsetzten konnte. Bereits hier konnten Gespräche zwischen verschiedenen Polizeieinheiten mitgehört werden, welche auf absolute Unkenntnis der Örtlichkeiten schließen ließ. Offensichtlich wussten einige Polizisten weder wen sie dort begleiteten, noch wo sie waren ("Ist das der Hans Albers Platz?"), oder wohin die Reise gehen sollte. Höhe Hein-Hoyer-/ Annenstraße reihte sich eine weitere Polizeieinheit vor den Marsch ein und bewegte sich im Laufschritt die Brigittenstraße hoch. Kurz vor dem Marschende zählten die ersten Reihen lachend von zehn herunter und liefen die letzten Meter am Paulinenplatz vorbei bis zum Parkplatz vor dem Fanladen. Dieses „Ritual“ wurde von USP schon häufiger benützt, ohne dass es hierbei zu Zwischenfällen kam. Am Freitag nahm eben jene Einheit dies zum Anlass von ihrem Standort auf Höhe des Kinos B5 auf den Fanladeneingang zuzurennen und unter Einsatz ihrer Schlagstöcke wahllos auf alle einzuschlagen, die in ihrer Reichweite waren. Obwohl viele der Betroffenen die Hände sichtbar über ihre Köpfe hoben, wurde weiterhin auf die Leute eingeprügelt. Nachrückende Personen aus dem Fanladen wurden ebenfalls attackiert, sowohl durch Schlagstöcke als auch durch Pfefferspray. Nach minutenlangen Auseinandersetzungen, wobei es vereinzelt zu Flaschenwürfen aus dem Pulk kam, zog sich die betreffende Einheit Richtung Gilbertstr. zurück. Dieser Einsatz hatte zahlreiche Verletzungen zur Folge: Ein Sankt Paulianer erlitt eine Schädelprellung, verlor für mehrere Stunden seinen Gleichgewichtssinn und konnte auf einem Ohr nicht hören. Unzählige Personen hatten mit den Folgen des Pfeffersprays zu kämpfen, selbst ein Vater mit seinem sechsjährigen Sohn auf dem Rücken ist geschlagen worden. In der nächsten dreiviertel Stunde sammelten sich nun Polizeieinheiten in den umliegenden Straßen. Aufmerksame Beobachter hatten das Gefühl, dass der Fanladen gekesselt werden soll, da die Polizei Straßen absperrte. Das Ziel sollte wohl eine Personenkontrolle in größerem Stil sein. Die Einheit der Polizei, welche den Schlagstockeinsatz zuvor begann, wartete immer noch in der Bleicherstraße, also nur wenige Meter vom Fanprojekt entfernt. Um ca. 23 Uhr, das Spiel und der Vorfall waren schon fast 2 Stunden vorbei, wurde von der Polizei tatsächlich der Fanladen gekesselt, und es gab die Ankündigung den Fanladen zu betreten um eine Person wegen Beamtenbeleidigung festzunehmen. Hatte die Polizei an diesem Abend bereits mehrmals das Maß absolut überschritten, drang sie nun auch noch in die Räume eines sozialpädagogischen Projekts ein, welches seine Unantastbarkeit zu bewahren hat, um bestmögliche Arbeit leisten zu können. Circa 10-15 uniformierte Polizisten betraten den Fanladen, nahmen dort von allen Anwesenden die Personalien auf und fotografierten sie. Davon betroffen waren nicht nur diverse Sankt Paulianer von außerhalb und Erfurter Fans, sondern auch ein Mitarbeiter des Fanladens, sowie eine Person aus dem Vorstand von Jugend und Sport e.V., dem Trägerverein des Fanladens. Zudem trat die Polizeieinheit, die den Marsch attackiert hatte, erneut in Erscheinung und betrat ihrerseits den Fanladen, um dort den Keller noch einmal zu durchsuchen. Auch hier blieb die Suche, nach wem oder was auch immer, erfolglos. Während dieser absolute Skandal im Fanladen vonstatten ging, spielte sich in den umliegenden Straßen ein weiterer ab. Über den Zeitraum einer halben Stunde machten Polizeieinheiten in Autos und zu Fuß dort Jagd auf einzelne Sankt Paulianer auf dem Nachhauseweg. Hierbei wurde in mindestens einem Fall ein Jugendlicher in ein Auto gezwungen und ihm dort mehrmals mit Schlägen und Festnahme gedroht, sobald er sich bewege. Eine Person wurde mit der Androhung von der Schusswaffe Gebrauch zu machen zum Stehen bleiben aufgefordert, an anderen Stellen jagten Polizisten Sankt Paulianer mit offener Autotür durch das Viertel. Dieser Vorfall reiht sich in die jüngere Geschichte ein. So wurden einem jungen Sankt Paulianer nach dem Osnabrück-Spiel durch einen Polizeibeamten mit protektorenverstärktem Handschuh das Jochbein und der Kiefer gebrochen, sowie 4 Zähne ausgeschlagen. Nicht nur das unverhältnismäßig gewalttätige Auftreten der Polizei ist zu verurteilen, insbesondere muss die Taktik der Einsatzleitung, die Taktik des Herrn Polizeioberrat Matthias Tresp, hinterfragt werden. Eingesetzte Beamte sind uninformiert über den Weg und das Ziel des Marsches, dessen Teilnehmer werden durch ein martialisches Aufgebot an Einsatzkräften und schwerem Gerät kriminalisiert. Das 16 Jahre alte Fanprojekt – der Fanladen St. Pauli - wird in seiner sozialpädagogischen Arbeit behindert, indem man die Räumlichkeiten erstürmt und somit der gesamten Fanszene einen geschützten Rückzugsraum nimmt. Ebenfalls muss die Arbeit der zivilgekleideten Szenekundigen Beamten hinterfragt werden. Ihre angebliche Szenekundigkeit hätten sie deeskalierend einsetzen können und müssen, um zu klären, dass der Fanladen kein Angriffsziel für die ankommenden Sankt Paulianer darstellt, sondern das Ziel ihres Marsches ist. Auch nach dem Magdeburgspiel wird es wieder einen Marsch gemeinsam mit den Stadionverbotlern vom Stadion zum Fanladen geben, wie nach jedem Heimspiel seit Sommer 2004. Er startet kurz hinter dem AFM-Container in Höhe des Telekomgebäudes. Am Marsch zum Fanladen nehmen erfreulicherweise nicht mehr nur USPlerInnen teil, sondern seit geraumer Zeit auch viele andere Fangruppen und Einzelpersonen. Ein weiteres Ansteigen der Teilnehmerzahl, insbesondere nach dem Magdeburgspiel, wünschen und erhoffen wir uns nun von der Sankt Pauli Fanszene. Wir werden uns, wie bereits die letzten 2 Heimspiele, deutlich später in Bewegung setzten, um eine Konfrontation mit den Gästefans zu vermeiden. Wir werden geschlossen auf der Straße gehen und laut unsere Solidarität mit dem Fanladen kundtun um zu zeigen, dass wir einen Angriff auf unser Fanprojekt nicht akzeptieren. Lasst uns zeigen, dass nicht wir es sind, die beständig die Eskalationsschraube anziehen. Der Marsch ist friedlich, Provokationen seitens der Polizei werden keine Beachtung finden. Beweisen wir, dass Sankt Pauli auf Repressionen und Polizeigewalt mit einer viel stärkeren Waffe antwortet: mit braun- weißem Zusammenhalt. Freiheit für die Fans! Der Fanladen bleibt unantastbar! Gegen Polizeigewalt und willkürliche Repression! 27. November 2006 Ultrà Sankt Pauli Abteilung Fördernde Mitglieder BallKult e.V. Blödes Volk FC42 Skinheads St. Pauli Südzecken Utrecht Pöbeln Saufen Arschrock Jugend St. Pauli FG Intergalactic Blunties West Brigade Carpe Diem www.stpauli-forum.de Alte Knochen FC Kopfschuss St. Pauli 1. Alte Herren Enfant Terribles Braun weiße Mongos PunkTown Scenario Freak Hotzenplotz Crew Bolzinferno Sankt Pauli Wilder Westen www.kiezkicker.de Crazy Pauli Supporter Millerntoristen Breite Masse Peter, Pauli & Mary Frauenfanclub Problemzone Frauenfanclub Milchschnitten SURFITS **skapunkdeluxe ut Elmshorn** Ast(r)a Luego Übersteiger Fanzine Duo Wohltorf FC Sankt Pauli Fanclub "RILBFHPA" SG Rotation Prenzlauer Berg Berlin Roter Stern Altenburg de Likedeelers Fanclub Olympisches Feuer Fanclub Hafenklang PARAMATICS aylasattic.wordpress.com Pendler St.Pauli Schleipiraten Kappeln Millerntor Piraten Havelland Bunkerkurve Zeckenpack Freibeuter-NRW 2006 www.deichkicker.de Altes Lager Pauli www.mkorsakov.de Fanclub "G.A.S." Internetfanclub Netpirates Sprecherrat der eingetragenen Fanclubs des FC St. Pauli Chaoticker St. Pauli www.stpauli.foros.de Die Lächerlichen Basis St. Pauli e.V. Juventus Senile San Paolo - Fanclub der weisen Ultras Vollmond Altona Guido Schröter (Comiczeichner) Arrogante Arschlöcher Pro Fans Sankt Pauli Barmbek Basch Mettbhoiss WKA Trullerbü Nachgetreten Simulanten Sankt Pauli Kranken-Franken Ultras Neukoelln Good ol´Boys Elmshorn St. Pauli Syndikat No tengo Idea Wer hat die Fahne? Sachsen Leipzig C.S.C. Sankt Pauli Redside Filmstadtinferno 99 Ultras Babelsberg Supporters Babelsberg Fanclub Viva St. Pauli Brigade Zero St. Pauli Fan-Club Astra-Style Bochum Strafraumpogo-Fanzine Solltet auch Ihr die Stellungnahme unterstützen wollen, schreibt einfach an: kontakt@ultra-stpauli.de !
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Stellungnahme vom Fanladen zu den Vorfällen am 17.11.
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Wir sind erschüttert und
entsetzt über den Einsatz der Polizei im und am Fanladen am Freitag nach dem
Erfurtspiel. Wir haben mit unserem Vorstand und der Geschäftsführung des Verein Jugend und Sport e.V. einen gemeinsamen Text entworfen, um der steigenden Repressions-Spirale und verhärteter Fronten entgegen zu treten. Diesen haben wir der Polizei-Einsatzleitung und der Ebene darüber zugesandt mit der Bitte um Änderung in der Polizeitaktik. Daraufhin kam keine Reaktion. Deshalb veröffentlichen wir diese Stellungnahme jetzt hier und hoffen auf eine öffentliche Reaktion und größeren Druck in Richtung der Verantwortlichen für die Polizei-Einsätze der letzten Monate: Zur Verhältnismäßigkeit der Einsätze und der Wertschätzung langjährig etablierter Fanarbeit beim FC St. Pauli durch die Hamburger Polizei Stellungnahme des Fanladen St. Pauli, des Fanprojekts des FC St. Pauli, zu den Vorfällen nach dem Heimspiel des FC St. Pauli gegen Rot-Weiß Erfurt am Freitag, den 17.11.2006 Am Freitag, den 17.11.2006, kam es nach dem Heimspiel des FC St. Pauli gegen Rot-Weiß Erfurt im Rahmen des traditionellen Marsches der Fangruppierung Ultrà Sankt Pauli vom Stadion zum Fanladen St. Pauli in der Brigittenstraße in dessen unmittelbarer Nähe zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei. Im Zuge des polizeilichen Einsatzes wurde massiv mit Schlagstöcken und Pfefferspray sowohl gegen die TeilnehmerInnen des Marsches als auch gegen Unbeteiligte und vermittelnde Fanprojekt-Mitarbeiterinnen vorgegangen. Ebenso wurden Fans nach eigenen Angaben verschiedentlich durch Beamte beleidigt und in teils drastischer Art und Weise verbal bedroht. Etwa eine Stunde später kamen circa 15-20 uniformierte Beamte in Schutzausrüstung in den Fanladen, um von den noch etwa 10 anwesenden Personen (inkl. der Fanladen-MitarbeiterInnen) die Personalien und (teilweise auch von den Fanladen-MitarbeiterInnen) Fotos aufzunehmen. Währenddessen hatten circa 50 Beamte das Gelände um den Fanladen abgesperrt und jeglichen Durchgang verweigert. Die ursprünglich durch den Leiter der Maßnahme im Fanladen geäußerte Begründung für das Vorgehen lautete auf Strafverfolgung des Tatbestands Beleidigung, was zu einem späteren Zeitpunkt durch den Einsatzleiter um die Tatvorwürfe des schweren Landfriedensbruchs und versuchter schwerer Körperverletzung erweitert wurde. Selbstverständlich und als immanenter Teil unseres professionellen Auftrags als kritisch-parteiliche VertreterInnen von Faninteressen distanzieren wir uns deutlich von jeglichen gewalttätigen Handlungen von Seiten der FußballanhängerInnen, wie Angriffe, bspw. in Form von Flaschenwürfen auf Polizeibeamte. Solches Verhalten wird von uns weder akzeptiert noch geduldet, und es liegt uns fern, Formen von Gewalt zu verharmlosen. Jedoch lassen uns sowohl alle Berichte und Eindrücke, die wir von den Ereignissen und deren Entwicklung selbst gewinnen konnten, als auch die Schilderungen von TeilnehmerInnen des Marsches – St.-Pauli-Fans jeglicher Couleur und jeglichen Alters – sowie von unbeteiligten AugenzeugInnen und BesucherInnen des Fanladens übereinstimmend zu einem Schluss kommen, der uns veranlasst, die Verhältnismäßigkeit des polizeilichen Vorgehens an diesem Abend in seiner Massivität deutlich infrage zu stellen. Bedauerlicherweise ist dies nicht zum ersten Mal geschehen. Die am vergangenen Freitag erreichte Eskalationsstufe steht aus unserer Sicht vielmehr für eine neue Qualität in einer ordnungspolitischen Spirale repressiver Maßnahmen gegenüber zumeist jugendlichen Fußballfans, die sich seit geraumer Zeit in Hamburg beobachten lässt. Kurzfristigen, ordnungspolitischen Interventions-Strategien scheint derzeit der Vorzug gegeben zu werden sowohl gegenüber deeskalierenden polizeilichen Handlungsalternativen als auch gegenüber langfristig und auf Nachhaltigkeit angelegten, sozialpräventiven Herangehensweisen der Fanarbeit. Dies bestätigt sich in drastischer Form anhand der Vorgehensweise im Zuge des Einsatzes in den Räumlichkeiten des Fanladens und der dort vorgenommenen Personalienfeststellungen, wodurch in besorgniserregender Art und Weise ein geschützter Raum eines anerkannten freien Trägers der Jugendhilfe durch polizeiliche Intervention missachtet wurde. Diesem Schritt geht die Entwicklung voraus, innerhalb derer der verantwortliche Polizei-Einsatzleiter uns mehrfach das Vertrauen in unsere Arbeit abgesprochen sowie in Sicherheitsbesprechungen zu den Heimspielen des FC St. Pauli die Unmöglichkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Fanladen St. Pauli zum Ausdruck gebracht hat. Dies geschah insbesondere aufgrund unserer Weigerung, vertrauliche Informationen aus der Fanszene an die Polizei weiterzugeben. Die Arbeit eines Fanprojekts gemäß dem „Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“, der Arbeitsgrundlage aller sozialpädagogischen Fanprojekte in Deutschland zusammen mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VIII, basiert auf der Herstellung eines Vertrauensverhältnisses zu den Fans. Schon allein angesichts des sehr negativ belasteten Verhältnisses zwischen Fans und polizeilichen Organen im modernen Fußball kann und darf Fanarbeit nur mehr nach beiden Seiten vermittelnd tätig sein, aber keinesfalls zum verlängerten Arm ordnungspolitischer Instanzen werden! Würden FanarbeiterInnen bspw. personenbezogene oder andere vertrauliche Daten an die Polizei weiterleiten, würde dies zum unweigerlichen Verlust der Vertrauensbeziehung zu den Fans führen. Diese Arbeitsgrundsätze werden von Seiten des Fanladen St. Pauli bereits seit über 16 Jahren aktiv und erfolgreich vertreten und sollten auch der Polizei bekannt sein. Die Diskreditierung unserer Arbeit im Rahmen der zunehmenden ordnungspolitischen Einschränkung von Freiräumen für Fußballfans, wie sie derzeit im Umfeld des FC St. Pauli zu beobachten ist, gibt uns zu Befürchtungen Anlass, dass auch zukünftig mit einer Verhärtung der Fronten und einer Steigerung der Eskalation gerechnet werden muss: mit Zunahme der repressiven Interventionen und der Missachtung der Arbeit des Fanprojekts werden unsere Handlungs- und Vermittlungsspielräume zwischen den am Fußball beteiligten Gruppen und Institutionen drastisch eingeschränkt. Ein konstruktiver Austausch zwischen den Fanarbeitern und den Sicherheitskräften sowie eine gegenseitige Akzeptanz beider Arbeitsweisen sind uns daher grundsätzlich sehr wichtig. Leider mussten wir jedoch in der Vergangenheit mehrfach die Erfahrung machen, dass wir von Seiten der Polizei weder als gleichberechtigte DiskussionspartnerInnen noch mit unserer – teils notwendigerweise auch polizeikritischen – Expertenmeinung zur Fanszene des FC St. Pauli und den Ursachen jugendkulturellen Verhaltens entsprechend wahrgenommen und wertgeschätzt wurden. In Anbetracht der gegenwärtigen Debatte um eine Zunahme der Gewalt in den unteren Ligen wurde sowohl von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte als auch von Seiten des DFB und der DFL als zuverlässigste Finanziers der Fanprojekte sowie von der Bundesregierung die Notwendigkeit zu differenzierten, angemessenen und anlassbezogenen Sicherheitskonzepten als auch die Stärkung von präventiver Jugendarbeit im Fußball betont. Besonders wurde dabei für eine sicherheitspolitische Entdramatisierung und für den Vorzug einer sachlichen Analyse unter Einbeziehung von notwendigen Freiräumen für und einem Dialog mit Fußballfans plädiert. Ein polizeiliches Vorgehen, das die Prinzipien und die Unterschiedlichkeit der Aufgaben von Fanprojekten und Sicherheitsorganen nicht berücksichtigt, kann nicht akzeptiert werden, vor allem da es kontraproduktiv für das Erreichen der Ziele ist, die von allen beteiligten Institutionen (Politik, Sicherheitsorgane, Vereine und Jugendhilfe) bei der Einrichtung von Fanprojekten schriftlich festgelegt wurden. Entsprechend erwarten wir von Seiten der Hamburger Polizei ein Umdenken in der Polizeistrategie und eine Anerkennung der Grundsätze von Fanprojektarbeit als wesentlichen Beitrag zum gemeinsamen Interesse: einem friedlichen Verlauf der Fußballereignisse. Die Handlungsweisen des Fanladens sollten folglich respektiert werden und nicht – wie geschehen – die Erfolge langjähriger Arbeit durch einseitige ordnungspolitische und repressive Schnellschüsse torpediert werden. Friedfertige Heimspiele können nur durch ein Miteinander erreicht werden – in unbedingter Anerkennung bestehender Selbstregulierungsmechanismen innerhalb der Fanszenen und Strukturen von professioneller Fanarbeit. Auch auf bundesweiter Ebene zeigt sich übereinstimmend, dass überall dort, wo eine entsprechende Wertschätzung und eine Kooperation auf Augenhöhe, insbesondere zwischen Polizei und Fanprojekt, gegeben ist, auch spürbar bessere Zustände in den Fankurven in Bezug auf Gewalt und Rassismus festzustellen sind. Bedauerlicherweise sehen wir nach den Vorfällen von letztem Freitag, nach den Entwicklungen der letzten Monate und den entsprechenden Äußerungen des Einsatzleiters derzeit keine Möglichkeit zu einer weiteren Kooperation mit der Hamburger Polizei, solange nicht der jüngste Einsatz von Seiten der Verantwortlichen uns gegenüber kritisch reflektiert und fehlerhafte Vorgehensweisen eingeräumt werden konnten. Ebenso halten wir es für unabdingbar, dass sich die besagten polizeilichen Stellen in Hamburg eingehender mit den spezifischen Aufgaben von Fanprojekten vertraut machen. Entsprechend werden wir bis dahin die Teilnahme an den Sicherheitsbesprechungen vor Heimspielen aussetzen und gegenüber der Polizei auch für keinen weiteren Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Ereignissen in der Fanszene des FC St. Pauli zur Verfügung stehen. Ansonsten wird der Fanladen St. Pauli auch weiterhin seine kritische Arbeit mit und für die Fanszene des FC St. Pauli in der gewohnten Qualität fortsetzen. Zudem werden wir zukünftig die polizeilichen Einsätze rund um die Heimspiele des FC St. Pauli durch einen Anwalt als neutralen Beobachter begleiten, dokumentieren und anlassbezogen bewerten lassen. Hamburg, 21.11.2006 Sollte es keine Antwort geben oder unsere Arbeit weiterhin ignoriert und missachtet werden, behalten wir uns andere Möglichkeiten des friedlichen Protestes vor.
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Wir lassen uns die Meierei nicht nehmen!
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Das unkommerzielle und selbstverwaltete Zentrum "Alte Meierei" in Kiel wird akut von der Stadt bedrängt. ...Mit einem Brief vom Ordnungsamt verließ die Stadt Kiel im März den abgesprochenen Weg, eine gemeinsame Lösung für den Fortbestand der Alten Meierei zu finden. In dem Schreiben wird der Antrag auf die Erteilung einer gaststättenrechtlichen Konzession abgelehnt. Veranstaltungen sind seitdem untersagt. Begründet wird die Entscheidung unter anderem damit, dass die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen nicht umgesetzt worden seien. ...Die aktuelle
Entwicklung, die unweigerlich zur Schließung der Alten Meierei führen
würde, ist nur durch starken öffentlichen Druck zu stoppen. Wir
werden uns die Meierei nicht widerstandslos von heuchelnden und
verlogenen PolitikerInnen nehmen lassen. Wir werden den Konflikt um
die Meierei wieder auf die Straße tragen, und wir appellieren an
eure Solidarität. Nur mit der Unterstützung aller Menschen, denen
der Erhalt des unabhängigen, unkommerziellen und selbstverwalteten
Projekts Alte Meierei am Herzen liegt, können wir den Kampf um die
Meierei gewinnen. Deshalb ist es wichtig, dass ihr den aktuellen
Stand der Dinge weiterverbreitet und auch auf euren Kanälen
mithelft, den Druck auf die Stadt Kiel wieder zu erhöhen. Beteiligt
euch an den Aktionen zum Erhalt der Meierei! Macht die Meierei zum
Thema, wo immer ihr seid! Überlegt euch selbst Aktionen!
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gegen diskriminierende und rassistische sprüche beim fc st. pauli
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Wir
sagen NEIN zu diskriminierenden und rassistischen Sprüchen! "Votze,
Schwuchtel, Nigger" - Sprüche dieser Art sind nicht nur
unfassbar dumm, sie verstoßen auch gegen die
Stadionordnung! Eine Aktion der Delegiertenversammlung der eingetragenen Fanclubs des FC St. Pauli
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Auszug aus der Stadionordnung §6
Verbote Verboten
ist den Besuchern weiterhin: §8
Zuwiderhandlungen (1)
Personen, die gegen die Vorschriften der Stadionordnung
verstoßen, können ohne Entschädigung aus dem Stadion verwiesen
und mit einem Stadionverbot belegt werden
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gedenktafel für
die opfer der nazidiktatur wird
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Hierzu laden wir die Hamburger Presse
und alle interessierten Mitglieder und Fans des FC St. Pauli recht
herzlich ein: am Dienstag, den 09.11.2004 um 11.00 Uhr, Millerntorstadion – Südkurve Zur feierlichen Einweihung werden sprechen: - Corny Littmann, für das Präsidium des FC St. Pauli - Traute Springer-Yakar, vom Landesvorstand der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen - Roger Hasenbein, Fanclubsprecherrat der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli Fanladen St. Pauli, Sprecherrat der organisierten Fanclubs des FC St. Pauli und Vereinsführung des FC St. Pauli wollen mit dieser Aktion den Opfern der Nazidiktatur gedenken, aber auch aktuell ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung setzen. Der Text der Gedenktafel: „Zum Gedenken an die Mitglieder und Fans des FC St. Pauli, die während der Jahre 1933 bis 1945 durch die Nazi-Diktatur verfolgt oder ermordet wurden.“ Gerade in der heutigen Zeit mit den wachsenden Wahlerfolgen der rechtsradikalen Parteien, dem steigenden staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus und Antisemitismus wird es immer wichtiger den Opfern der Nazis nachhaltig zu gedenken und die Jahre 1933 bis 1945 nicht zu vergessen oder innerlich abzuhaken. Der Termin der Einweihung wurde bewusst ausgewählt, denn im Rahmen der Reichspogromnacht wurde die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bürger oder politisch anders denkenden Menschen öffentlich und als „Volkszorn“ deklariert. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Angehörige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner. 91 Tote, 2.676 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7.500 verwüstete Geschäfte - das war die "offizielle" Bilanz des Terrors. Am 10. November wurden mehr als 30.000 männliche Juden in Konzentrationslager (KZ) verschleppt. Der FC St. Pauli und seine Fans engagieren sich seit Ende der 80er Jahre gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball. Als einziger Verein in Deutschland hat der FC St. Pauli eine dauerhafte Bande im Stadion mit dem Text „Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“ installiert und sich am Fonds für die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter beteiligt. Mit Errichtung der Gedenktafel ist der FC St. Pauli wieder einmal der erste Verein, der öffentlich und in seinem Stadion den Verfolgten und Opfern der Nazizeit gedenkt. Hamburg, den 05. November 2004 FC St. Pauli -Pressestelle-
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gemeinsam gegen den nazi-aufmarsch am 31.1.04 vorgehen!
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Vom 29. Januar bis zum 28. März 2004
wird in Hamburg die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht -
Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" gezeigt. Gegen
diese Ausstellung wollen am 31. Januar NPD und unabhängige
Kameradschaften demonstrieren. In ihren Aufrufen leugnen sie nicht
nur die Verbrechen der Wehrmacht, sondern sie beziehen sich darüber
hinaus unverhohlen positiv auf den 31.01.1933, den Tag der Machtübertragung
an Adolf Hitler.
Wir werden am 31.01., sowie an jedem anderen Tag, kein öffentliches Auftreten von Nazis in Hamburg und anderswo dulden. Faschismus ist keine
Meinung - sondern ein Verbrechen! |
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Antifaschistische Demonstration 31. Januar 2003, 11.00 Uhr, U-/S-Bahnhof Barmbek
Den Aufruf unterstützen (Stand 13.12.2003): Aktionsplenum Soziales Zentrum Norderstedt, Anarchistische Gruppe/Rätekommunisten (AG/R), Antifa-Infotelefon Hamburg, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Antifaschistische Aktion Harburg, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, AStA der HfbK am Lerchenfeld, Autonome Antifa Infernal [AAI] Berlin, Avanti – Projekt undogmatische Linke/Hamburg, Deutscher Freidenker-Verband e.V. / Ortsverband Hamburg, DKP Hamburg, Fanladen St. Pauli, Flüchtlingsrat Hamburg, Friedensinitiative Bergedorf, Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V., Hamburgpunk.de, Hochschulantifa, Jugendwiderstand, juso-hochschulgruppe, Juso – LAK Gegen Rechts, Linksruck Hamburg, Koordinationskreis-Hamburg/Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, Landesarbeitsgemeinschaft Straßensozialarbeit Hamburg, Liste LINKS, PDS-LV Hamburg, PRO SANKT PAULI, Red Action Königswusterhausen, REGENBOGEN – Für eine neue Linke, Revolutionär Sozialistischer Bund /IV. Internationale (RSB) Hamburg, Rote Aktion Hamburg, SDAJ Hamburg, SJD – die Falken, [`solid] 36 - die sozialistische Jugend Kreuzberg, Sprecherrat der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli, St. Pauli Redside (Fanclub), ...
Die Demonstration unterstützen: Antifaschistische Aktion Rendsburg [AARD], BUKO (Bundeskoordination Internationalismus), Rotfuchs Förderverein e.V. - OG Hamburg, ver.di Betriebsgruppe Brief Hamburg Zentrum, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), Vorbereitungsgruppe Methfesselfest 2004 Links:
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ein fest der liebe statt willkür und hiebe
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Die Vorfreude auf Weihnachten und die WM
2006 ist in diesem Land momentan groß, als Fußballfan hat man
leider aber wenig Grund zur Freude. Gerade als Fan der
Gastmannschaft wird man in diesem Land alles andere als ein Gast
behandelt. „Freier Bürger? Nein, Fußballfan!“ lautet die
Devise. Ca. 500 Fußballfans demonstrierten am 06.12.2003 vor dem Spiel in Münster friedlich gegen die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit. Im Vorfelde der Partie Preußen Münster gegen St. Pauli wurde den Mitfahrern des Sonderzuges verboten, den Weihnachtsmarkt bzw. überhaupt die Stadt Münster (außerhalb des Bahnhofs und des Stadions) zu besuchen. Die Ankunftszeiten wurden von der Polizei bestimmt, Versuche eine Lösung zu finden, schlugen allesamt fehl bzw. führten zeitweilig sogar zu einer Verlegung des Spiels. Wenn nicht erst im Zug die Geschehnisse vor dem Spiel komplett bekannt geworden wären, wären nicht nur der Sonderzug aus Hamburg sowie einige befreundete Münsteraner Gruppen beteiligt gewesen: Es wären mehrere tausend Fans für Ihre Rechte auf die Straße gegangen. |
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Diese Aktion beweist, dass die Polizei
Fußballfans wieder einmal zu Unrecht als Sicherheitsrisiko
einstufte. St. Pauli und Münster Fans setzten sich gemeinsam,
friedlich und legal für Ihre Rechte ein. Zum Beispiel für ein Recht, sich in diesem Land bewegen zu wollen, wie man will. Ein Recht, welches im Grundgesetz fest verankert ist. Ein Recht, welches für alle Bürger dieses Staates gilt. Aber anscheinend nicht für Fußballfans! PRO FANS St. Pauli
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boykottiert das lehmitz! mehr infos hier
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genug ge(s)chilled - regierung stürzen!
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Hallo St. Pauli-Fans, seit Wochen gibt es in Hamburg Proteste gegen die rechte und ausgrenzende Politik des Schwarz-Schill-Senats. Die St. Pauli-Fanszene hat sich in vieler Hinsicht an den Protesten beteiligt. Viele Demos, gerade nach den Spielen, waren ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass diese Fanszene sich doch noch von anderen unterscheidet. Mannigfaltige Proteste inner- und außerhalb des Stadions haben klargemacht, dass St. Pauli-Fans sich entschieden gegen Schill und seine Politik stellen. Wir rufen Euch daher auf, Euch nach dem Spiel gegen Frankfurt an der Demonstration gegen Schill zu beteiligen. Das Spiel endet um 20.45 Uhr, und wir denken, dass diese zwei Stunden Einsatz nach Spielende jeder zeigen kann, um dem Rechtssenat entgegenzutreten. Auf eine machtvolle Demonstration, mit der auch die Fanszene des FC ein eindeutiges Zeichen gegen Rechtspopulismus und Ausgrenzung setzen kann. Auf geht's Leute! Wir, als politisch denkende Fanszene, sind in der Verantwortung - es geht auch ein bisschen um unsere eigene Identität. Nach dem Spiel beginnt die Demo an der Feldstraße. Voran St. Pauli - Fort mit Schill! So steht es auf einem Flyer, der am Freitag beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt im Stadion verteilt wird. Wir wollen die Chance nutzen, auch über andere Medien ein paar weitere Worte an Euch zu richten. Blicken wir ein paar Wochen zurück. Der Schwarz-Schill-Senat ließ den Bauwagenplatz Bambule im Karoviertel, einen Steinwurf von unserem Stadion entfernt, räumen. Eine über viele Jahre geduldetet Lebensform passte auf einmal nicht mehr ins Bild der sauberen Stadt. Die Auslegung von gesellschaftlichen Normen von Seiten des rechtspopulistischen Innensenators Ronald Schill und seiner dumpfen Gefolgschaft bedroht viele Freiräume in Hamburg und steht für Ausgrenzung, Sozialabbau, Kapitalisierung vieler Lebensbereiche und die planlose Verlagerung von Problemen. Schon sehr schnell ging es nicht mehr nur um die Bambule. Sehr schnell weiteten sich die Proteste aus und wurden große Anti-Schill-Demonstrationen. Wir als St. Pauli-Fans haben zu Beginn der Proteste eine große Unterstützung geliefert. Nach den Spielen, als Hamburgs Bürger auf den Straßen St.Paulis ihre Ablehnung gegen den Senat kundtaten, sah man unglaublich viele St. Pauli-Fans. Und auch sonst hat sich die St. Pauli-Fanszene gegen Schill und seine rechte Politik gestellt. Über Weihnachten und den Jahreswechsel sind die Proteste verständlicherweise ein wenig eingeschlafen. Feiertage, klirrende Kälte, wenig Beteiligung und viele andere Faktoren konnten den ein oder anderen schon von der Teilnahme an den Demos abhalten. Doch nun geht es wieder los! Ultra' Sankt Pauli (USP) und die Passanten St. Pauli haben sich entschlossen, zu dieser Demonstration zu mobilisieren. Sofort erfuhren wir Unterstützung aus nahezu allen Bereichen der Fanszene. Wir rufen Euch hiermit alle auf, Euch der Demonstration nach dem Frankfurt-Spiel anzuschließen. Lasst uns diese Demonstration nutzen, um eine eindeutige Position einzunehmen. Eine Position, aus der wir Rechtspopulismus, Ausgrenzung und Sicherheitswahn eindeutig ablehnen und uns darauf besinnen, was diese Fanszene lange Zeit ausgemacht und sie zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Vieles vom Mythos St. Pauli zerfällt in diesen Tagen, doch wir wollen uns dieses Stück Identität nicht nehmen lassen. Leute! Die Demo startet nach dem Spiel an der Feldstrasse, also direkt vor unserem Stadion und unseren Nasen. Lasst uns endlich wieder Farbe bekennen, endlich wieder die Identität dieses Stadtteil und dieser Fanszene prägen. Das Spiel endet um viertel vor neun, und die zweiten 90 Minuten des Abends sollten wirklich JEDER zu investieren bereit sein. Wie im Flyer bereits angedeutet: es geht auch um unser eigenes Selbstverständnis als tendenziell linke, weltoffene und tolerante Fanszene. Es ist an der Zeit, dass auch wir St. Pauli-Fans als Einheit auftreten. Wir rufen noch einmal alle auf: zeigt mit uns, den Bewohnern St. Paulis und Hamburgs, mit den Bewohnern der ehemaligen Bambule und allen anderen interessierten Menschen, was wir von Schill und seinen rechten Machenschaften halten. GENUG GE(S)CHILLED - REGIERUNG STÜRZEN! ULTRA' SANKT PAULI PASSANTEN ST. PAULI SÜDZECKEN ST. PAULI ÜBERSTEIGER AGiM SPRECHERRAT DER OFFIZIELLEN FANCLUBS DES FC ST. PAULI
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fare-aktionswoche gegen rassismus und diskriminierung im fußball
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Vom 17. bis 28. Oktober 2002 fand die dritte
europaweite Aktionswoche des Netzwerkes Football
Against Racism in Europe - FARE statt, für Deutschland
mitorganisiert vom Bündnis
Aktiver Fußballfans (BAFF). Fans, MigrantInnenorganisationen und Fußballvereine schlossen sich zusammen, um Rassismus und Diskriminierung in und rund um Fussballstadien zu bekämpfen - von Norwegen bis Mazedonien und von Polen bis Portugal. Mit dabei sind Klubs wie Arsenal London, Manchester United, FC Schalke 04 oder FC Bologna. Erstmals werden auch Aktionen gegen Homophobie im Fußball forciert. In der Halbzeit des Heimspiels gegen Eintracht Trier am 27.10.2002 gingen vier aus dem B-Mädchen-Team mit einem, extra für diesen Anlass produzierten, Transparent mit der Aufschrift „St. Pauli-Fans against Discrimination and Racism“ um den Platz.
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gegen dumme sprüche!
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Gegen blöde Sprüche Millerntor,
12. August. Gerade ist das 1:0 für Rostock gefallen. Grund genug
für vier Personen, Schiedsrichter und Hansa-Spieler im
30-Sekundentakt als "Fotzen" zu beschimpfen. Doch kurz
bevor ich mich an die vier wenden wollte, erlöste mich der
Halbzeitpfiff. Nach der Pause blieb es nicht lange bei den "Fotzen"-Beschimpfungen.
Vielmehr titulierte man die Rostocker jetzt als "Juden",
"Ausländerscheiße" und "Untermenschen". Das
war zu viel: Ich drehte mich um und machte klar, dass solche Worte
am Millerntor nicht nur ungern gesehen werden, sondern auch nach
der Stadionordnung verboten sind. Dass ich mir jetzt allerdings
meinerseits Beschimpfungen anhören musste, vermieste mir nun endgültig
die Stimmung, zumal ich keine Unterstützung durch Umstehende
erfahren habe. Die Aktion wird unterstützt vom Sprecherrat der St. Pauli-Fanclubs, dem Vorstand, sowie hoffentlich möglichst vielen Einzelpersonen im Stadion und Umfeld. (Quelle: 1/4 NACH 5 - Februar 2002) |
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In diesem Zusammenhang kann im folgenden die komplette Stadionordnung des Millerntor-Stadions nachgelesen werden.
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aktionen gegen rassismus und sexismus
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Heimspiel gegen Nürnberg am 14.12.2000 wurden vier verschiedene Flugblätter verteilt sowie in der Halbzeit
ein Transparent auf den Rasen getragen, um auf diffamierende Äußerungen aufgrund von Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller
Orientierung aufmerksam zu machen, die leider
auch verstärkt am Millerntor auftreten. Die Aktionen wurden organisiert und durchgeführt von: AgiM, Übersteiger, AFM, Fanladen, Kopfschuss.de, Kiezkicker.de, Nachgetreten, BallKult e.V., Splitter, Couragierte Bürger, Fan-Club-Sprecherrat, FC St. Pauli, "pauli" und etlichen unorganisierten Fans.
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